Archiv-Seite 2

12
Jun
09

Frankfurter Fischereiverein

Heut will ich mal erzählen was mir derzeit so richtig aufstößt. Nachdem man mir mein schönes Auto auf der Autobahn zu schrott gefahren hat und ich mit viel zu wenig Geld abgespeist wurde und sich auch die Familie vergrößert, kann ich finanziell zur Zeit keine gr0ßen Sprünge machen.

Aber für mein Hobby – das Angeln – muss immer der ein- oder andere Euro abfallen. Wenige Meter vor meiner Haustüre erstreckt sich die Nidder. Dieser Abschnitt wird vom Frankfurter Fischereiverein verwaltet. Eine Gastkarte kostet satte 8 Euro, obwohl der Besatz sehr zu wünschen übrig lässt, die einzigen paar guten Stellen sehr hoch frequentiert sind, 4 Kormorane im Winter den Bestand noch verringert haben und das Gewässer wohl seit langem nicht mehr vom Müll befreit wurde. Aber naja, dafür habe ich keine Fahrtkosten. Der Beitritt im Verein kostet 240 Euro, der Jahresbeitrag 120 Euro. Zusammen als Neuling wären das 360 Euro – zu viel Geld. In Raten ginge es wohl, aber auf einen Schlag ist mir das zu viel. Daher habe ich im Verein angefragt ob ich wohl eine Jahreskarte für ca. 2-3 km Nidder bei mir zum Preis von 100 Euro haben darf. Das ist eine Menge Geld wenn man bedenkt, dass das vollwertige Mitglied gerade mal 20 Euro mehr zahlt, dafür aber noch die anderen Gewässer befischen darf und sogar noch 3 schöne Teiche. Also quasi für 20 Euronen weniger nur einen Bruchteil der Leistungen.

Aber mir wurde abgelehnt, es wäre “de facto” unfair den Vereinsmitgliedern wenn ich für die paar Flocken immer angeln könnte. Bitte? Wegen 20 Euro Unterschied? Klar, die 240 Euro Beitrag würden fehlen aber dennoch bin ich der festen Überzeugung, das macht den Bock wohl kaum fett.

Ich wollte einfach mal hier bekunden dass mich das wirklich aufregt und ich jetzt auch keine Gastkarten mehr kaufen werde. Ich habe bereits durch Gespräche erfahren, dass wenige Kilometer weiter für eine Strecke von ungefähr 2 Kilometer eine Jahreskarte gerade mal 45 Euro kostet. Dann werd ich mir wohl diese holen.

12
Jun
09

Kleine Aktion für saubere Nidder

Am 08.06 war mir langweilig.  Da es aber schon recht spät war und ich keine Lust hatte, wieder 8 Euro für eine Gastkarte für die letzten paar verbleibenden Stunden des Tages zu holen, zog ich meine Wathose an und nahm mir vor, ein kleines Stück der Nidder von Abfällen zu befreien. Direkt unter einer Brücke in der Nähe von Lindheim stiefelte ich dann los. Innerhalb von knapp 1,5 Stunden holte ich mehrere Glas- und Plastikflaschen, viele Metallrohre, Dosen und sonstigen Müll aus dem Wasser. Da ich nach fast jedem Schritt erstmal warten musste bis das Wasser wieder klar war, kam ich nicht sonderlich schnell voran. Zu den größten “Fängen” gehörte ein Fernseher und ein alter Staubsauger.

Müll aus der Nidder

Müll aus der Nidder

Obskur wurde es dann auch noch: Ich fand direkt unter der Brücke einen alten Metallenen angerosteten Revolver. Schon am Gewicht merkte ich, dass es sich hierbei um eine echte Waffe handelte. Die Waffe wurde noch taggleich an die Büdinger Polizei übergeben.

CO2 Revolver aus der Nidder

CO2 Revolver aus der Nidder

Endlich wieder ein kleines Stück saubere Nidder.

Heute wird dann auch noch der Frankfurter Angelverein, welcher für diesen Abschnitt zuständig ist, informiert. Die beseitigung des Mülls werde ich kostenpflichtig nicht veranlassen, das soll doch bitte der Verein machen, welcher hier wohl seit locker einem Jahrzehnt nicht mehr aufgeräumt hat.

12
Jun
09

Erster Epoxydwobbler

Hu! Mein erster Hechtwobbler aus Styropor und Epoxydharz ist endlich fertig. Da ich wenig Zeit habe, hat es leider etwas länger gedauert, aber ich denke für den ersten Versuch hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt.

Die Grundform wurde aus Styropor geschnitten und geschmirgelt. Danach kam ein durchgehender rostfreier Stahldraht zum Einsatz sowie für das Innenleben einige Gramm Blei. Darüber dann die erste Schicht Epoydharz. Nachdem auch die Tauchschaufel angebracht war und das Objekt mit Lackfarben bemalt war, kam die zweite Schicht Epoxydharz oben drauf.

sauber laufender Hechtwobbler

sauber laufender Hechtwobbler

Der Wobbler läuft ca. 2-3m tief bei schneller Geschwindigkeit. Die Bewegungen sind weder zu stark noch zu schwach. Insgesamt vergleichbar mit anderen hochwertigen kaufbaren Wobblern. TOP! Epoxydharz macht Spaß!

09
Jun
09

Ideen für Deutschland (2)

Heute Teil 2 meiner mini-Serie

Thema:

Bildung

Bildung ist das A und O einer funktionierenden Wirtschaft. Ohne intelligente Köpfe wären viele Marktnieschen in Deutschland noch immer unausgefüllt. Doch anstatt massiv unsere Kinder auf das Arbeitsleben vorzubereiten, scheint das Bildungsniveau kontinuirlich zu sinken. Seit ich selbst denken kann, wird politisch darüber diskutiert was man alles verbessern müsste. Bürger mit Migrationshintergrund und immer mehr “faules Pack” scheinen die Schulbank zu drücken. Geld wird investiert. In neue Computer, Ausbau der Schulhöfe und und und. Aber Geld alleine und schöne Schulen bringen nun mal nicht den gewünschten Wandel.

Dann müssen wir eben stärkeren Wert auf Integration legen. WOW. Supertoll. An vielen Schulen gibt es daher jetzt auch türkischen Unterricht. Ob das die Lösung bringt? Wohl kaum. Manchmal frage ich mich, wer hier eigentlich integriert werden soll.
Versteht mich nicht falsch, ich habe ja grundsätzlich nichts gegen Zuwanderer und ich möchte definitiv keine Diskussion darüber starten, aber lassen wir die Zahlen sprechen:  10 % der deutschen Zuwanderer haben einen hohen Bildungsstand (gemessen nach 1990) , während z.B. in Kanada laut Gunnarrson rund 90% einen solchen haben.
Und noch mehr Zahlen:
83 von 100 Akademikerkinder schreiben sich für ein Studium ein, während nur 23 von 100 Kindern von Nichtakademikereltern jemals ein Studium machen werden.
Wir sehen also deutlich wie wichtig es ist, bereits gebildete oder hochqualifierte Leute ins Land zu holen.

Doch damit nicht genug:
Nach einer verheerenden OECD Prüfung schon im Jahre 2002 wurden folgende Urteile über unsere Bildungseinrichtungen gefällt:

  • Keine geregelte Vorschulbildung, nachteilig besonders für Kinder aus sozialen Problemlagen und mit Migrationshintergrund
  • Ungleiche Chancen: soziale Ausgrenzung und Leistungsselektion anstatt Förderung und Integration sozial schwacher Kinder
  • 4 bis 7 Millionen Erwachsene in Deutschland sind „funktionale“ Analphabeten und haben kaum Chancen, den Anforderungen der Informationsgesellschaft und des Arbeitsmarktes gerecht zu werden
  • veraltetes Lehrmaterial und veraltete Lehrmethoden, mangelnde Lehrerbildung, schlechte Ausstattung und zu geringe Eigenständigkeit der Schulen, zu starre Lehrpläne

Geändert hat sich fast nichts. Hier muss dringend angesetzt werden. Doch das Problem liegt klar auf der Hand: Versagen wir bei neuen Versuchen, die Vorschul- und Schulbildung komplett zu ändern in ganz neue Systeme, so ist letztendlich Politik oder besser gesagt die bestimmende Partei / Koalition zum Abschuss freigegeben. Angst scheint also der Grund für mangelnden Mut. Mut zur Veränderung. Mut zum durchgreifen.

Dabei wäre die Lösung mehr als einfach und viel, viel billiger als das Jahrzentelange aufstocken der Gelder ins Bildungssystemohne jedwede massive positive Änderung der Ergebnisse:

Nehmt Euch doch einfach die sagen wir 10 erfolgreichsten Bildungssysteme aus der ganzen Welt und verteilt diese auf 10 Bundesländer, welche fortan für sagen wir 1-2 Jahre dieses System komplett anwenden müssen. Nach dieser Zeit wird dann geprüft, welches System am erfolgreichsten war und aus welchem System die meisten Ressourcen freigegeben werden. Dieses System wird dann Bundesweit eingeführt. Fertig. Aus. Das ist zwar verdammt teuer und bedeutet sehr viel Ausbildungen der Fachlehrkräfte und viel Vorbereitungen insgesamt, aber meiner Meinung nach gibt es keinen anderen Zweig, in den ich persönlich lieber meine Steuergelder investieren würde.
Daher mein Apell:
Weg von starren Lehrplänen bei denen jeder zusehen muss wie er hinterherkommt und hin zu einem System, in dem die persönlichen Stärken jedes Individuums erkannt, gestärkt und weiter gefördert werden.
Hört endlich auf Euch ein dummes leicht regierbares Volk zu züchten
. Wir wollen auch international wieder ganz oben stehen.




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